—— Google Unternehmensprofil
Mehr wert als die Website
Wer „Installateur in der Nähe“ sucht, sieht zuerst drei Betriebe auf einer Karte — und erst darunter die Suchergebnisse. In diesen Kartenblock kommt man nicht über die Website, sondern über das Google-Unternehmensprofil. Hier steht, wie du es einrichtest, was die meisten dabei falsch machen und was du selbst erledigen kannst.
—— Warum das zuerst kommt
Drei Plätze auf der Karte, und dann erst der Rest
Für einen Betrieb mit Einzugsgebiet ist das Profil die schnellste Art, gefunden zu werden. Es kostet nichts, es ist an einem Nachmittag eingerichtet, und es wirkt in Wochen statt in Monaten.
Es steht über allem anderen
Bei jeder Suche mit Ortsbezug schiebt sich der Kartenblock vor die Suchergebnisse. Wer dort unter den ersten drei steht, bekommt den Anruf — auch dann, wenn die Website darunter auf Platz sieben liegt.
Es entscheidet über den Anruf
Öffnungszeiten, Anfahrt, Bilder, Bewertungen: Die meisten entscheiden sich im Profil und öffnen die Website gar nicht mehr. Ein leeres Profil kostet dich also Kunden, die schon so gut wie deine waren.
Es kostet kein Werbebudget
Anders als Anzeigen läuft es weiter, wenn du nichts zahlst. Der einzige Einsatz ist Sorgfalt am Anfang und ein Blick alle paar Monate.
Ehrlich gesagt: Ein Teil deiner Platzierung im Kartenblock hängt daran, wo der Suchende gerade steht. Wer in St. Valentin sucht, bekommt andere drei Betriebe angezeigt als jemand in Amstetten — und daran kann niemand etwas ändern, wir auch nicht. Wer dir verspricht, dich überall auf Platz eins zu setzen, verkauft dir Hoffnung. Beeinflussbar ist der Rest: Vollständigkeit, Kategorien, Bewertungen, Aktualität. Das ist genug, um den Unterschied zu machen.
—— Schritt für Schritt
So richtest du das Profil ein
—— Schritt 1
Nachsehen, ob es dich schon gibt
Such deinen Firmennamen bei Google. Sehr oft existiert bereits ein Eintrag, den Google selbst angelegt hat. Dann wird er beansprucht, nicht neu erstellt — sonst hast du zwei.
—— Schritt 2
Name, Kategorie, Adresse
Der Name genau wie am Firmenschild, ohne Zusätze. Eine Hauptkategorie, die dein Hauptgeschäft trifft, und höchstens drei weitere. Entweder eine Adresse oder ein Einzugsgebiet — je nachdem, ob Kunden zu dir kommen oder du zu ihnen.
—— Schritt 3
Alles ausfüllen, was ausfüllbar ist
Öffnungszeiten samt Feiertagen, Leistungen einzeln angelegt, Beschreibung, Link auf die Website, Telefonnummer, die jemand abhebt. Und Bilder: Logo, Titelbild, Außenaufnahme mit erkennbarem Eingang, fünf von der Arbeit.
—— Schritt 4
Verifizieren
Google muss prüfen, dass es den Betrieb gibt — je nach Fall per Postkarte an die Adresse, per Video oder über die Telefonnummer. Die Postkarte dauert ein bis zwei Wochen, und genau hier bleiben die meisten Profile für immer stecken.
—— Schritt 5
Dranbleiben
Jede Bewertung beantworten, Feiertagszeiten vorher eintragen, alle paar Monate ein neues Bild. Ein Profil, an dem sich etwas tut, steht besser als eines, das seit zwei Jahren gleich aussieht.
—— Woran es meistens scheitert
Sechs Fehler, die fast jeder macht
01
Die falsche Hauptkategorie
Sie wiegt am schwersten von allem, was du selbst einstellen kannst. „Bauunternehmen“ und „Baumeister“ sind zwei verschiedene Kategorien mit zwei verschiedenen Suchen dahinter. Nimm die, unter der deine Kunden dich suchen würden — nicht die, die auf dem Gewerbeschein steht.
02
Zusätze im Firmennamen
„Müller Installationen – Ihr Partner für Bäder in Amstetten“ ist keine Firmenbezeichnung, sondern ein Werbetext. Google erlaubt nur den tatsächlichen Namen, und Mitbewerber melden so etwas. Im schlimmsten Fall wird das Profil gesperrt.
03
Adresse und Einzugsgebiet gleichzeitig
Wenn Kunden zu dir kommen, gehört die Adresse hin. Wenn du zu ihnen fährst, das Einzugsgebiet — und die Adresse wird ausgeblendet. Beides halb ausgefüllt ist die häufigste Ursache dafür, dass ein Profil in der Karte gar nicht erscheint.
04
Leistungen als ein Textblock
Es gibt ein eigenes Feld für Leistungen, und jede einzelne kann dort mit Namen und Beschreibung angelegt werden. Die meisten schreiben stattdessen alles in die Unternehmensbeschreibung. Damit fehlt genau das, wonach gesucht wird.
05
Feiertage
Am 26. Oktober vor verschlossener Tür zu stehen, weil im Profil „geöffnet“ steht, ist der schnellste Weg zu einer schlechten Bewertung. Die Sonderzeiten lassen sich ein Jahr im Voraus eintragen — einmal im Jänner hinsetzen und fertig.
06
Bilder aus dem Netz
Gekaufte Bilder aus fremden Betrieben erkennt man sofort, und sie helfen nirgends. Fünf ehrliche Handyfotos von der eigenen Arbeit wirken besser als zwanzig perfekte, die überall sonst auch stehen.
—— Der häufigste Notfall
Wenn es dein Profil schon gibt — nur nicht bei dir
Das ist der Fall, mit dem am meisten Leute zu uns kommen, und der, zu dem im Netz am wenigsten steht.
Google hat es selbst angelegt
Aus Branchenverzeichnissen und Kartendaten erzeugt Google Einträge, ohne dass jemand etwas dafür tut. Solche Profile sind oft halb richtig und niemandem zugeordnet. Sie werden nicht neu erstellt, sondern beansprucht — und danach korrigiert.
Ein früherer Mitarbeiter hat es
Angelegt mit einer privaten Adresse, und derjenige ist längst weg. Google hat dafür ein Verfahren: Man fordert den Zugriff an, der bisherige Inhaber hat einige Tage Zeit zu antworten, danach entscheidet Google. Es dauert, aber es geht.
Es gibt dich zweimal
Zwei Profile für denselben Betrieb teilen die Bewertungen auf und schwächen beide. Sie lassen sich zusammenführen — wichtig ist, vorher zu entscheiden, welches bleibt: nämlich das mit den Bewertungen, nicht das mit den schöneren Bildern.
Ehrlich gesagt: Diese Fälle dauern. Zwischen der Anfrage und der Entscheidung von Google liegen je nach Fall einige Tage bis mehrere Wochen, und es gibt keine Telefonnummer, bei der man das beschleunigen könnte. Wenn dir jemand das Gegenteil erzählt, stimmt es nicht. Was hilft, ist, es richtig und einmal zu machen — jeder abgelehnte Versuch macht den nächsten schwerer.
—— Der Teil, über den alle reden
Bewertungen, ohne Märchen
Drei Fragen, die in jedem Gespräch kommen — und drei Antworten, die manchen nicht gefallen.
Wie bekomme ich welche?
Indem du fragst. Nicht per Aushang, sondern persönlich, direkt nach dem Termin, solange die Freude noch frisch ist — am besten mit einem kurzen Link oder einem QR-Code auf der Rechnung. Kaufen darfst du keine, und man sieht es ohnehin.
Kann ich eine löschen lassen?
In aller Regel nicht. Entfernt wird nur, was gegen Googles Richtlinien verstößt — Beschimpfungen, Werbung, offensichtlich Erfundenes von jemandem, der nie Kunde war. Eine Bewertung, die schlicht unfreundlich ist, bleibt stehen. Melden kann man sie, entscheiden tut Google.
Wie antworte ich auf schlechte?
Kurz, sachlich, ohne Rechtfertigung, und mit dem Angebot, es am Telefon zu klären. Die Antwort ist nicht für den Verärgerten geschrieben, sondern für die nächsten fünfzig, die sie lesen. Genau die entscheiden dann, dass du der Betrieb bist, der sich kümmert.
—— Checkliste
Punkte, die dein Profil haben sollte
Drei Fragen, die in jedem Gespräch kommen — und drei Antworten, die manchen nicht gefallen.
Grundlage
1
Eine Hauptkategorie, die dein Hauptgeschäft trifft
Die Kategorie, unter der ein Kunde suchen würde — nicht die vom Gewerbeschein
2
Höchstens drei weitere Kategorien
Mehr verwässert, statt zu helfen
3
Der Name genau wie am Firmenschild
Ohne Ortszusatz, ohne Leistungsversprechen
4
Adresse oder Einzugsgebiet — eines von beiden
Je nachdem, ob Kunden zu dir kommen oder du zu ihnen
5
Eine Telefonnummer, die jemand abhebt
Dieselbe wie auf der Website
Was drinstehen muss
6
Öffnungszeiten, inklusive Feiertage
Sonderzeiten lassen sich ein Jahr im Voraus eintragen
7
Leistungen einzeln angelegt
Im eigenen Feld, nicht als Absatz in der Beschreibung
8
Eine Beschreibung mit den Wörtern, nach denen gesucht wird
In ganzen Sätzen, nicht als Stichwortliste
9
Der Link führt auf die passende Unterseite
Ein Installateur-Profil auf die Installateur-Seite, nicht immer auf die Startseite
Bilder
10
Logo und Titelbild gesetzt
Beides wird an prominenter Stelle angezeigt
11
Eine Außenaufnahme, an der man den Eingang erkennt
Damit Kunden die Tür finden, vor der sie stehen
12
Mindestens fünf Bilder von der eigenen Arbeit
Handyfotos genügen, gekaufte Bilder helfen nicht
13
Alle paar Monate ein neues Bild
Bewegung im Profil ist ein Signal, Stillstand auch
Laufend
14
Jede Bewertung beantwortet — auch die guten
Zwei Sätze genügen, und sie werden gelesen
15
Fragen und Antworten selbst befüllt
Mit den fünf Fragen, die dir ohnehin jeder stellt
16
Keine offenen Meldungen oder Warnungen im Konto
Die tauchen still auf und schalten im Ernstfall das Profil ab
17
Einmal im Quartal draufschauen
Google ändert Felder und übernimmt manchmal Vorschläge von Nutzern
—— Was das kostet
Fixpreis, bevor wir anfangen
| Leistung | Preis |
|---|---|
| SEO-FundamentTechnik, Struktur und das Google-Unternehmensprofil, einmalig eingerichtet — bei Websites von uns enthalten | 890 € |
| Laufende Sichtbarkeit — OSKARInhalte, Profilpflege und der Blick auf die Mitbewerber, jeden Monat | 449 € / Monat |
| Neue WebsiteDas Profil zeigt auf die Website — wenn die nicht trägt, hilft das beste Profil wenig | ab 1.800 € |
Alle Preise netto.
—— Wo wir arbeiten
Aus Amstetten, in ganz Österreich unterwegs
Unser Büro ist in der Franz-Kollmann-Straße in Amstetten. Zum ersten Gespräch, zum Fototermin und zum Videodreh fahren wir hin — nach Wien genauso wie nach Linz oder in die Steiermark. Die Entfernung war noch bei keinem Auftrag ein Grund abzusagen.
—— Häufige Fragen
Was du wissen willst, bevor du anrufst
Heißt das jetzt Google My Business oder Google-Unternehmensprofil?
Dasselbe. Google hat den Dienst umbenannt, und die eigene Verwaltungsoberfläche gibt es so nicht mehr — verwaltet wird das Profil heute direkt in der Google-Suche oder in Maps, wenn du mit dem richtigen Konto angemeldet bist. Gesucht wird nach beiden Bezeichnungen, deshalb stehen hier auch beide.
Ich fahre zu meinen Kunden — soll ich meine Adresse verstecken?
Ja. Wenn niemand zu dir in die Werkstatt kommt, trägst du ein Einzugsgebiet ein, und die Adresse wird ausgeblendet. Das ist kein Nachteil: Google weiß sie trotzdem, und du vermeidest, dass Leute vor einem Wohnhaus stehen.
Bringen die Beiträge im Profil etwas?
Wenig, aber sie schaden nicht. Sie bringen eher etwas, wenn es einen echten Anlass gibt — neue Öffnungszeiten, eine Aktion, ein abgeschlossenes Projekt. Ein Beitrag pro Woche ohne Inhalt ist verlorene Zeit; da sind fünf neue Bilder mehr wert.
Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?
Bei Google nichts. Es gibt keine Gebühr, kein Abo und keine bezahlte Variante des Eintrags. Wenn dich jemand anruft und für die „Freischaltung deines Google-Eintrags“ Geld verlangt, leg auf — das ist die häufigste Betrugsmasche zu diesem Thema in Österreich.
Brauche ich dann überhaupt noch eine Website?
Ja, und zwar aus einem einfachen Grund: Das Profil gehört dir nicht. Google kann es ändern, sperren oder Angaben von Nutzern übernehmen, und du hast keinen Anspruch darauf. Die Website ist der Teil, der dir gehört — das Profil ist der Weg dorthin.
Wie lange dauert es, bis ich in der Karte auftauche?
Nach der Verifizierung meist wenige Tage bis Wochen, bis das Profil überhaupt erscheint. Bis es bei umkämpften Suchbegriffen unter die ersten drei kommt, vergehen Monate — und je nachdem, wo der Suchende steht, schafft es das nie überall. Wer dir eine Woche verspricht, kennt das Thema nicht.
Jemand anderer verwaltet mein Profil und ich komme nicht dran
Dafür gibt es ein Verfahren: Du forderst über dein eigenes Konto den Zugriff an, der bisherige Inhaber bekommt eine Frist zu antworten, danach entscheidet Google. Das dauert Tage bis Wochen und lässt sich nicht beschleunigen. Wichtig ist, es beim ersten Mal vollständig und richtig zu machen.
Kann ich eine ungerechte Bewertung löschen lassen?
Nur wenn sie gegen die Richtlinien verstößt — Beschimpfung, Werbung, offensichtlich erfunden. Eine schlechte, aber echte Bewertung bleibt. Melden kostet nichts und dauert ein paar Tage, entschieden wird ohne Begründung. Die bessere Antwort ist meistens eine ruhige öffentliche Antwort und fünf neue Bewertungen darüber.
—— Kontakt
Reden wir darüber, was bei dir möglich ist
Das Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wenn wir der Meinung sind, dass sich eine neue Website für dich nicht rechnet, sagen wir das auch.
Lieber zurückgerufen werden?
Name und Telefonnummer, mehr brauchen wir nicht.
Wir rufen spätestens am nächsten Werktag zurück.